#3 Kaffeeklatsch mit Laura: Erfahrungsbericht "Von meiner Gynäkologin habe ich mich nicht verstanden gefühlt..."
Aktualisiert: 19. Sept.
Der Kaffeeklatsch geht in die dritte Runde! Diesmal plaudert Laura über ihre persönlichen Abenteuer in den Wechseljahren und gibt nützliche Tipps, wie sie den täglichen Wahnsinn meistert.
Laura spricht ganz offen über die wilden Veränderungen, die sie in dieser Zeit durchgemacht hat. Sie erzählt von den körperlichen und emotionalen Achterbahnfahrten und wie sie gelernt hat, nicht aus der Kurve zu fliegen.
Außerdem teilt Laura ein paar praktische Tipps, die ihr im Alltag helfen, nicht den Verstand zu verlieren.
Lass dich von Lauras abenteuerlichem Erfahrungsbericht inspirieren!

1. Wie alt bist du und wo stehst du gerade auf deiner Wechseljahres-Reise?
Ich bin 39 Jahre alt und seit ca. 2-3 Jahren merke ich deutlich, dass sich etwas verändert hat. Auch wenn ich nun sicher bin, dass die Perimenopause auch vor mir keinen Halt gemacht hat, merke ich, dass ich noch am Anfang stehe, um meinen Körper in dieser Phase bestmöglich zu unterstützen.
Von meiner Gynäkologin habe ich mich nicht verstanden gefühlt. „Ihr Zyklus ist ja noch regelmäßig - dann können es keine hormonellen Probleme sein.“ Wie gut, dass ich weiter recherchiert habe, die Ärztin gewechselt habe, Podcasts gehört habe und nun weiß, dass die Perimenopause so viel früher losgeht, als viele denken. Und dass die steifen Marker (regelmäßiger Zyklus, Alter etc.) eben KEIN Ausschlusskriterium sind! Auch deshalb ist so ein Austausch hier wichtig! :)
2. Wann hast du zum ersten Mal gemerkt: „Irgendwas ist anders als früher“?
Vor 2-3 Jahren habe ich auf einmal gemerkt, dass mein Körper sich anders anfühlt. Das ging innerhalb einiger Monate ziemlich zügig voran.
3. Was hat dich an dieser Lebensphase bisher am meisten überrascht?
Die körperliche Instabilität, Gelenke taten auf einmal aus dem Nichts weh, fühlten sich nicht mehr „fest“ an, Panik in der zweiten Zyklushälfte, Schlaflosigkeit, extreme Gereiztheit.
4. Was beschäftigt oder nervt dich heute, was dir früher völlig egal war?
Menschenmassen und Lautstärke (auch die meiner eigenen Kinder) machen mir sehr zu schaffen in der zweiten Zyklushälfte, ich fühle mich dünnhäutig und bin schnell aus der Bahn zu werfen.
5. Was hilft dir, gut durch diese Phase zu kommen?
Rückzug! Aktuell versuche ich aber auch, durch meine Ernährung die empfindlichen Phasen zu unterstützen (wenig Zucker, viel Protein und Ballaststoffe). Auch Nahrungsergänzungsmittel probiere ich gerade aus: Eisen, Omega 3, Magnesium und Zink. Generell merke ich aktuell, wie wichtig es ist, das Nervensystem zu beruhigen, mit kleinen Meditationen oder Atemübungen.
6. Was hast du durch die Wechseljahre über dich selbst gelernt?
Der weibliche Körper leistet so viel! Sei gütig mit dir!
7. Wie geht dein Umfeld mit deinen Veränderungen um? Fühlst du dich verstanden?
Es wird immer mehr und mehr Thema im Umfeld. Das tut gut, denn wie soll man diesen Zustand jemandem erklären, der es nicht selber erlebt?!?
8. Welchen Satz würdest du deinem jüngeren Ich über die Wechseljahre mitgeben?
Genau wie auch die Pubertät werden die Wechseljahre eine Phase, in der man sich neu kennenlernen muss. Neue Grenzen setzen muss. Neue Bedürfnisse hat. Nicht dagegen wehren, das vergeudet zu viel Energie! Go with the flow 😉




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